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Ludwig van Beethoven Leben, Werk, Tod und Bestattung

Thema: Ludwig van Beethoven

Was verbinden wir mit Ludwig van Beethoven?

Einen der weltweit einflussreichsten deutschen Komponisten? Die Stadt Bonn?

Seine ausdrucksstarken und bewegenden Sinfonien?  Die tragische Lebensgeschichte eines Musikers, der trotz seines Gehörverlusts geniale Werke schafft?  Oder stellt sich bei uns zuerst die akustische Assoziation ein: der Anfang seiner 5. Sinfonie, das markante und bekannte Ta-Ta-Ta-Taa?

Ludwig van Beethoven ist unbestritten ein Genie und einer der einflussreichsten Komponisten weltweit.

 

Beethovens Leben

Ludwig van Beethoven wurde am 16.12.1770 in Bonn geboren. Seine Vorfahren stammten aus Flamen, was das "van" im Namen der Familie Beethoven erklärt. Beethovens Vater war ein kurfürstlicher Hoftenorist in Bonn. Beethovens musikalische Begabung war bereits in seinen jungen Jahren außerordentlich bemerkenswert. Sein Vater erklärte ihn in der Öffentlichkeit für zwei Jahre jünger und versuchte übereifrig das Talent seines Sohnes zu fördern. Mit 8 Jahren hatte Beethoven seinen ersten öffentlichen Auftritt. Im Alter von 12 Jahren nahm er Unterricht bei namhaften Musikern. Es folgten seine ersten Kompositionen.

1787 besuchte Beethoven Mozart in Wien. Ein Zitat von Mozart über Beethoven soll lauten: “Auf den gebt Acht, der wird einmal in der Welt noch von sich reden machen”. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien fuhr Beethoven sorgenvoll zurück nach Bonn, da seine Mutter lebensbedrohlich erkrankt war. Sie verstarb im Juli desselben Jahres. Beethoven musste nun schnell Eigenverantwortung übernehmen. Sein Vater agierte im Hintergrund. Glücklicherweise stand Beethoven der Bonner Kurfürsten Maximilian Franz zur Seite, denn von ihm erhielt er seit dem 14. Lebensjahr ein kleines Gehalt als “zweiter Hoforganist“. 1792 siedelte er nach Wien über und wurde ein Schüler von Joseph Haydn und des italienischen Komponisten Antonio Salieri. Beethoven litt unter Schwerhörigkeit, die sich mit den Jahren bis hin zur völligen Taubheit verschlimmerte. Von 1800/1803 bis etwa 1815 zeigt sich Beethoven schon als gereifte und starke Persönlichkeit. Es entstanden u.a. die 2. und 8. Symphonie, die Klavierkonzerte C-Moll, G-Dur und Es-Dur, das Violinkonzert D-Dur, unter vielen Sonaten die „Kreutzer-Sonate“, seine einzige Oper „Fidelio“, die Ouvertüren zu „Egmont“, „Coriolan“ und die „Leonoren-Ouvertüre Nr. 3“.Die Jahre 1814-18 brachten einen relativen Stillstand; sein bereits seit 1798 aufgetretenes Gehörleiden führte 1819 zu völliger Taubheit. Die 3. und die 9. Sinfonie sind Schlüsselwerke und Höhepunkte innerhalb der musikalischen Laufbahn von Beethoven.

 

Beethovens Lebensende

Ludwig van Beethoven starb am 26. März 1827 in Wien. Seine Todesstunde wurde von Gewitter und Blitzen begleitet, er drohte mit der Faust gen Himmel, als wollte er sagen: Ich trotze Euch, Ihr feindlichen Mächte! Weichet von mir! Gott ist mit mir!

Beethoven hatte zu Lebzeiten verfügt, dass nach seinem Tod sein Leichnam obduziert werden solle, um Ärzte die Ursache für seine frühe Taubheit finden zu lassen.

Etwa 20.000 Menschen nahmen an Beethovens Beerdigung teil. Franz Grillparzer hielt die Grabrede und Schubert war einer der Fackelträger. Das Militär musste zur Aufrechterhaltung der Ordnung eingesetzt werden. Ein von Ferdinand Schubert entworfener Obelisk mit seinem Namen schmückte sein ursprüngliches Grab auf dem Währinger Friedhof, der inzwischen längst umgewidmet wurde und heute Schubert-Park heißt. Im Jahr 1888 wurde Beethoven im Beisein von Anton Bruckner zum zweiten Mal exhumiert, um auf dem Wiener Zentralfriedhof seine endgültige Ruhestätte zu finden. Eine Bronzestatue (von Hähnel modelliert, von Burgschmied gegossen) wurde ihm zu Ehren im Jahre 1845 in seiner Vaterstadt Bonn, eine andere (von Zumbusch) 1880 in Wien errichtet.

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